Zerstörungsfrei Qualitätsprüfung bei Verbundstoffen dank Druckguss
Im Leichtbau ist die Vernetzung von Leichtmetallen und Faserverbundstoffen längst an der Tagesordnung. Umso wichtiger ist es, dafür Qualitätsstandards festzusetzen, die natürlich einer regelmäßigen Kontrolle bedürfen. Während es in der Vergangenheit üblich war, die beiden Verbundstoffe zu kleben oder zu nieten, hat das Fraunhofer-Institut jetzt einen Druckguss entwickelt, der den Halt deutlich verbessert.
Hybridgussteile bieten viele Vorteile gegenüber den althergebrachten Verbindungen. Sie haben ein geringeres Gewicht, verfügen über einen kompakteren Bauraum und eine galvanische Entkopplung. Trotz der Vorteile muss natürlich auch hier eine regelmäßige Überprüfung der Verbindungen stattfinden und auch die stellt die Entwickler vor neue Herausforderungen, die ohne entsprechende Fachkompetenz kaum zu lösen sind.
Deshalb erforschen gleich drei Institute, unter anderem das Fraunhofer Institut, gemeinsam neue Prüfkonzepte, die künftig industrielle Serienfertigungen der hybriden Bauteile möglich machen sollen. Damit erschließen sich ganz neue Potenziale im Leichtbau die Anwendung finden in ganz unterschiedlichen Branchen wie zum Beispiel der Luft- und Raumfahrt, aber auch der Konstruktion im Bau und der Automobilindustrie.
Ziel: Zerstörungsfreie Inline-Prüfverfahren
Da es ohne entsprechende Qualitätskontrollen aber kaum ein Vorankommen in der neuen Fertigung gibt, setzen die Forscher jetzt alles daran, um möglichst umfassende neue Kontrollmechanismen in Gang zu bringen. Geplant sind produktionsintegrierte und absolut zerstörungsfreie Inline-Prüfverfahren die in der Lage sind, sämtliche Schwachstellen ausfindig zu machen und ständig zu überprüfen.
Bildgebende Technologien sollen dabei zum Einsatz kommen, ein so genanntes zerstörungsfreies Monitoring gewährleisten. Hier streben die Forscher eine Kombination aus Computertomographie, Röntgentechnik und Thermographie an.
Forschungen noch nicht abgeschlossen
Um herauszufinden, welche Methode am sichersten ist und wie alle drei gemeinsam funktionieren, zerstören die Forscher am Ende der Untersuchung Teile, um Referenzergebnisse zu erhalten und diese abgleichen zu können mit den intakten Teilen die vom Band kommen. Noch sind die Forschungen hier nicht abgeschlossen, aber es ist nur noch eine Frage der Zeit, bis sich die Gusstechnik bei den Hybridteilen endgültig durchsetzen wird.