Qualitätssicherung ist in der Automobilindustrie unverzichtbar

Für Unternehmen sollte es selbstverständlich sein ihre Produkte in der bestmöglichsten Qualität auf den Markt zu bringen. Egal ob direkt an den Endabnehmer verkauft wird, oder man im B2B tätig ist. Wird aber nicht das eigentliche Endprodukt hergestellt, sondern ein Teilprodukt – dann wäre eigentlich schon besser, als bestmöglich gefragt.

Ein Paradebeispiel für die Notwendigkeit perfekter Qualitätssicherung dürfte wohl die Automobil- bzw. die Automobilzulieferindustrie sein. Von A wie Auspuff bis Z wie Zylinder, aus rund 10.000 Einzelteilen besteht ein heutiges Auto in aller Regel. Und die haben teilweise schon einen längeren Weg hinter sich gebracht, bevor sie zu guter Letzt im Endprodukt verbaut werden.

Man kann die Produktion eines Autos in gewisser Weise wie ein Puzzlespiel, ein Teil muss in das andere passen, sonst kommt am Ende kein stimmiges Bild dabei heraus. Das ein modernen Auto inzwischen längst ein Hightech-Produkt geworden ist, vereinfacht die Sache auch nicht wirklich. Ohne vereinbarte Normen wäre dieser Produktionsprozess von Anfang an zum Scheitern verurteilt, damit die Normen aber nicht nur auf dem Papier bestehen oder gerade mal so eingehalten werden, gibt es die Qualitätssicherung. Sie prüft und stellt sicher, das die einzelnen Produktbestandteile auf den Millimeter genau passen. Oft kann auch schon eine scheinbar kaum merkliche Verunreinigung ein ganzes Förderband zum Stoppen bringen.

In der Automobilindustrie muss ein Teil ins andere passen. (Bildurheber: cheskyw / 123RF Lizenzfreie Bilder)

Am Ende einer Produktionskette also ein, in Anführungszeichen, Standardauto zu haben, ist eben nicht nur eine logistische Leistung. Der Trend sein Auto durch Zusatzausstattung möglichst individuell an die Bedürfnisse des Fahrers anzupassen, verkompliziert die Angelegenheit da schon fast gar nicht mehr. Dennoch gilt für jede Zusatzausstattung, seien es jetzt einfache mechanische Teile oder komplizierte Elektronik, selbstverständlich die gleichen Qualitätsansprüche wie für die Standardbestandteile.

Man kann sogar noch einen Schritt weiter gehen, gibt es neben den eigentlichen Autobauern und deren Zulieferindustrie, doch inzwischen mit Anbietern von Tuningprodukten einen weiteren erfolgreichen Player im Markt. Während die Automobilzulieferindustrie aber sozusagen vorliefert, liefern Unternehmer Tuningteile nach. Doch egal, ob passionierte Privatschrauber dann ans Werk gehen, oder man Autotuning-Experten vertraut, der Satz „Was nicht passt, wird passend gemacht“ gilt hier ebenfalls keine Sekunde. Auch hier muss von Anfang an sicher gestellt sein, das die einzelnen Teile in höchster Qualität vorhanden sind und haargenau dorthin passen, wofür sie bestimmt sind.

METAV 2018 in Düsseldorf: Jetzt noch anmelden

Noch bis zum 31. August 2017 haben Aussteller die Möglichkeit, sich für die METAV 2018 in Düsseldorf anzumelden. Die Technologiemesse mit dem Schwerpunkt Metallbearbeitung gilt als beliebte Präsentationsplattform für Innovationen auf diesem Gebiet.

Wer seine neuesten Entwicklungen im Bereich der Metallbearbeitung vor einem großen Publikum präsentieren möchte, sollte sich jetzt für die METAV 2018 in Düsseldorf anmelden. Als Anmeldeschluss ist der 31. August 2017 festgelegt.

Industrie 4.0 als eigener Themenpark

Die METAV 2018 wird vom 20. Bis 24. Februar 2018 in Düsseldorf stattfinden. Ein besonders großes Thema werden die Neuentwicklungen im Bereich Industrie 4.0 darstellen. Ein ganzer Themenpark wird sich mit der vollständigen Vernetzung der Fertigungsstrecken beschäftigen. Dabei ist deutlich zu sehen, wie stark sich dieser Bereich in den vergangenen Monaten weiterentwickelt hat.

Schwerpunkt Fertigung

Die METAV ist die internationale Messe für Technologien der Metallbearbeitung. Hier dreht sich alles um die Innovationen im Bereich der Fertigungsstrecken. Zu den bisherigen Themengebieten wie zum Beispiel Fertigungssysteme, Computertechnologien und Industrieelektronik kommen in Düsseldorf vier weitere hinzu. Dann werden auch Moulding, Medical, Quality und Additive Manufactoring mit eigenen Ausstellungsbereichen vertreten sein.

Die Anmeldung zur METAV 2018 kann noch bis zum 31. August 2017 erfolgen. Alle notwendigen Unterlagen stehen online zur Verfügung. Besuchen Sie dafür einfach die Webseite unter www.metav.de.

Qualitätssicherung mit Hilfe von Augmented Reality

Das nagelneue 3D-SmartInspect Tool entwickelt vom Fraunhofer-Institut hilft dabei, sicherheitskritische Gegenstände noch einfacher und effizienter zu prüfen. Das zerstörungsfreie Prüfverfahren soll sich zudem auch für Prüfer eignen, die noch unerfahren sind.

Hinter der Bezeichnung „3D-SmartInspect – Intelligence in Inspection and Quality Control“ verbirgt sich ein neuentwickeltes Prüfverfahren des anerkannten Fraunhofer-Instituts. Damit soll es künftig möglich sein, nicht nur genau zu messen, sondern auch die Messparameter zu bestimmen. Dadurch kämen selbst solche Prüfer nicht durcheinander, die noch relativ unerfahren zu Werke gehen, ist sich das Forscherteam sicher. Darüber hinaus sind alle Prüfungsprotokolle direkt in digitaler Form verfügbar, das macht den Prüfalltag noch sicherer und jederzeit nachvollziehbar.

Sensorik die ans Auge geht

Das Prüfverfahren als solches funktioniert mittels Augmented Reality. Eine spezielle Brille ersetzt technische Sensoren. Sie zeigt das Prüfobjekt und färbt es entsprechend seiner Prüfung grün ein. So entgeht dem Prüfer kein Detail bei der Messung, denn er kann jederzeit nachvollziehen, welche Bereiche der Sensor bereits abgetastet hat. Ist eine Stelle nicht in Ordnung, so reagiert die Brille sofort und kennzeichnet den defekten Bereich rot. Nun braucht der Prüfer lediglich die Stelle mit Kreide oder einem Markierungsstift markieren und das Reparaturteam kann die Schadstelle anschließend ersetzen oder instand setzen.

Darüber hinaus zeichnet die Brille alle Messergebnisse mit. So kann sich das Reparaturteam jederzeit an den Ergebnissen orientieren und entscheiden, wie aufwendig die Reparatur wird und wann diese bestenfalls durchgeführt werden sollte. Und das ist längst nicht der einzige Vorteil dieser Aufzeichnungen. Da diese automatisch erfolgen entfällt es für den Prüfer, diese nachträglich selbst zu dokumentieren. Die Arbeit geht ihm also viel schneller von der Hand und er schafft dementsprechend mehr Prüfungen in der gleichen Zeit.