Luftschallbasierte Qualitätssicherung: Ein neues Verfahren des Fraunhofer IDMT
Das Fraunhofer-Institut für digitale Medientechnologie (kurz IDMT) stellt ein neuartiges Prüfverfahren zur Zustandsüberwachung für die industrielle Fertigung vor welches es ermöglicht, ganz ohne Berührungen die komplette Qualitätssicherung durchzuführen. Der Clou hierbei sind spezielle Sensoren verbunden mit einem ausgefeilten Datenauswertungsverfahren.
„Der Ton macht die Musik“ und zwar im wahrsten Sinne des Wortes. Beim neuen Prüfverfahren zur Qualitätssicherung und Zustandsüberwachung kommen nämlich akustische Sensoren zum Einsatz, die vollkommen zuverlässig sämtliche Produktionsstücke kontrollieren und auswerten können. Dazu prüfen sie den Klang und können daran erkennen, ob ein Produktionsstück den Qualitätsstandards entspricht. Der Vorteil hierbei ist, dass kein Prüfstück mehr zerstört werden muss. In der Vergangenheit war dies oft der Fall, wenn beispielsweise die Schweißnähte auf ihre Haltbarkeit kontrolliert wurden. In diesem Fall ging mindestens ein komplettes Prüfstück einer Charge kaputt. Durch das akustische Prüfverfahren lässt sich das jetzt verhindern. Darüber hinaus ist es möglich, dieses einfach ergänzend in die Prüfkette zu integrieren, ohne aufwendige Umbaumaßnahmen. Das spart Geld und ist praktisch, denn die Produktion wird dadurch nicht beeinflusst.
Mehr Sicherheit in sämtlichen Anwendungsbereichen
Genügend gute Gründe also, um das Verfahren in den eigenen Betrieb zu integrieren. Noch steckt es in den Startlöchern, es könnte aber schon bald zur neuen Norm in der Qualitätssicherung werden. Vor allem wohl auch deshalb, weil sich das Verfahren für alle Materialien und Oberflächen anwenden lässt, egal wie groß die Prüfstücke auch sind. Das erleichtert die Kontrolle und verbessert die Qualität der gesamten Produktion. Ein wichtiger Schritt, um am Markt mitzuhalten und hochwertige Produkte an zufriedene Kunden auszuliefern. Auch das Thema Sicherheit sollte hierbei nicht unbeachtet bleiben, denn gerade in Bereichen der Automobilindustrie ist es von großer Bedeutung, dass das fertige Auto am Ende nicht nur tadellos aussieht, sondern auf der Straße auch eine gute Performance abliefert ohne frühzeitigen Verschleiß oder sonstige Einschränkungen für Fahrer und Beifahrer. Das garantiert Sicherheit auf den Straßen. Genau hinhören muss beim neuen Prüfverfahren des Fraunhofer-Instituts übrigens niemand, denn das macht das System ganz allein und wertet alle Daten direkt mithilfe der beigelieferten Software aus.