Flexible Qualitätssicherung durch autonome Roboter

Ein neuartiger Messroboter, der völlig autonom eingesetzt werden kann, soll das Fachgebiet der Qualitätssicherung zukünftig noch flexibler gestalten. Mit dem AuMeRo haben mehrere bekannte Unternehmen einen solchen Roboter geschaffen, der sich bereits im Praxistest bewiesen hat.

Mit Hilfe von genauen, computergesteuerten Messungen wird Qualitätssicherung an den Fertigungsstrecken gewährleistet. Der AuMeRo könnte diese Messungen zukünftig völlig autonom erledigen und eine neue Flexibilität im Qualitätsmanagement bieten.

Mehrere Betriebe entwickeln AuMeRo

Das Ergebnis einer groß angelegten Zusammenarbeit zwischen verschiedenen Unternehmen ist der AuMeRo, ein autonomer Messroboter, der in Zukunft die Qualitätssicherung revolutionieren könnte. Das Messtechnik-Unternehmen Zeiss mit BMW, das Institut für Lasertechnologien der Medizin und Messtechnik ILM sowie das Institut für Mess-, Regel- und Mikrotechnik der Universität Ulm haben gemeinsam einen autonomen Messroboter entwickelt, der sich bereits im Praxistest beweisen konnte.

Der sogenannte AuMeRo kann beispielsweise Spaltmaße und Bündigkeit völlig eigenständig inspizieren. Dies ist bei lackierten und unlackierten Karosserieteilen möglich. Mit der Entwicklung dieses Messroboters haben die beteiligten Unternehmen den Trend nach mehr Flexibilität an den Fertigungsstrecken umgesetzt. Sie haben bewiesen, dass ein einzelner Messroboter in der Lage ist, verschiedene qualitätssichernde Maßnahmen eigenständig durchzuführen. Damit wird der Roboter den immer individuelleren Kundenwünschen und der enormen Variantenvielfalt der Bauteile gerecht. Vor allem in der Automobilbranche haben starre Fertigungskonstrukte längst ausgedient. Hier nimmt eine gewisse Flexibilität eine immer wichtigere Rolle ein.

In der Entwicklung des autonomen Messroboters legten die Forscher ihr Hauptaugenmerk auf die Software. Während die Hardware wenig spektakulär erscheint, hat die Software einiges zu bieten. Drei Faktoren mussten integriert werden. Das Gerät sollte in der Lage sein, sich selbstständig zum zu überprüfenden Objekt zu bewegen, Messungen vorzunehmen und die gesammelten Daten auszuwerten. Neben dem enormen Funktionsumfang musste auch ein Bedienfeld geschaffen werden, das einfache Eingaben ermöglicht. Die Anwender sollen innerhalb der Software das zu vermessende Bauteil auswählen, dessen Standort festlegen und die erforderlichen Messwerte klar definieren können. Mit dem AuMeRo konnten die genannten Unternehmen ihr Forschungsprojekt gekonnt umsetzen, was sich in der Praxis längst bestätigt hat. Mit einigen Modifikationen könnte der Messroboter bald dauerhaft eingesetzt werden.

Automatisierte Qualitätssicherung in der Automobilindustrie

Die Beliebtheit von Elektrofahrzeugen wächst geradezu rasant. Umso wichtiger sind neue Methoden der Qualitätssicherung, die die steigenden Produktionszahlen sicher überwachen. Automatisierte Abläufe müssen direkt an den Fertigungsstrecken integriert werden.

Der Markt für Elektrofahrzeuge boomt geradezu. Dies stellt das Qualitätsmanagement vor neue Herausforderungen. Mit Hilfe neuer Methoden soll die Fertigung automatisch überwacht werden. Diese sind so leistungsstark, dass sie einem erhöhten Produktionsaufkommen gerecht werden.

Neue Herausforderungen an das Qualitätsmanagement

Mit der steigenden Nachfrage nach Elektrofahrzeugen stehen auch Veränderungen an den Fertigungsstrecken an. Denn der höhere Durchsatz muss genau überwacht und kontrolliert werden, was nur mit Hilfe automatisierter Qualitätssicherungsprozesse möglich ist. Bei herkömmlichen Fahrzeugen steht die Fertigung mechanischer Teile im Mittelpunkt. Bei Elektrofahrzeugen sieht das ganz anders aus. Hier sind zahlreiche hochkomplizierte elektromechanische Geräte integriert.

Um eine gleichbleibend hohe Qualität trotz größerem Produktionsdurchsatz zu gewährleisten, setzen immer mehr Hersteller auf automatisierte Qualitätssicherungssysteme. Der größte Hemmschuh sind derzeit der Fachkräftemangel und ineffiziente Qualitätssicherungsmethoden. Da die EV-Teile meist nicht nachbearbeitet werden können, haben nicht sofort erkannte Fehler schwere Auswirkungen auf die weitere Produktion.

Creaform hat eine 3D-Scanning-Lösung entwickelt, die die Qualitätssicherung in der Automobilindustrie automatisch abwickeln und damit auch für höhere Fertigungsdurchsätze sorgen könnte. Der MetraSCAN 3D-R lässt sich auf einfache Weise in die Fertigungsstrecke implementieren. Das Gerät zeichnet sich durch eine besonders hohe Produktivität aus. Es arbeitet unabhängig von Oberflächenbeschichtungen, Größe und Formen. In Kombination mit der Software von Creaform ist das Gerät multitaskingfähig. Datenanalyse und –erfassung werden gleichzeitig durchgeführt, wodurch der Durchsatz gesteigert werden kann. Dank integrierter automatischer Kalibrierung ist auch bei Geschwindigkeitsveränderungen keinerlei Anpassung notwendig.