Die Zukunft der Logistik ist vielschichtig

Irgendwo zwischen Brexit, Rente und schwierigen Parkplatzbedingungen für die Trucker türmen sich die eigentlichen Probleme auf: Es gibt entschieden zu wenige LKW-Fahrer und das führt zu Engpässen bei den Lieferungen von ganz unterschiedlichen Gütern. Die Frage ist, wie lässt sich das Problem in den Griff bekommen? Hier kommt modernste Technik ins Spiel.

Immer mehr LKW-Fahrer schmeissen hin. Schlechte Bezahlung, keine Gewerkschaft, das ewige Abschiednehmen von Zuhause und dazu immer mehr Stress und Arbeit. Die alteingefahrenen Fahrer wechseln in andere Branchen und suchen sich neue Jobs oder sie gehen in Rente. Nachwuchs kommt nur schwer nach, auch weil der LKW-Führerschein mit mehr als 10.000 Euro einfach zu teuer ist. Die Logistikindustrie hat es schwer in diesen Tagen und zu Recht fragen sich Experten: Wo soll das Ganze noch hinführen, welche Lösungen lassen sich finden? Die Antwort liefert modernste Technologie und die setzt gleich an unterschiedlichen Schnittpunkten ein. Zunächst geht es darum genau die Lieferungen zu planen, denn kein LKW sollte mit zu wenig Ladung das Depot verlassen. Ebenso wenig sollten Wege ungünstig verlaufen und dadurch wertvolle Lieferzeit verloren gehen. Hier braucht es eine genaue Verkehrs- und Beladungsplanung, die mittlerweile Computer übernehmen.

Ressourcen sparen, auf vollautomatische Prozesse umstellen

Auch im Lager lässt sich nachrüsten. Roboter übernehmen automatisch die Ladungen und sortieren sie ein. Das spart viel Arbeitszeit für den Fahrer. Die Roboter sind es auch, die Bedarf ordern und automatisch Meldungen über alle Güter ausgeben. Das sorgt für einen guten Überblick. Darüber hinaus gehen die Entwicklungen immer mehr in Richtung vollautomatische Fahrsysteme. Schon bald soll es Lagerroboter, Gabelstapler und LKW geben, die ohne echte Menschen agieren können. Dann hat sich die Suche nach passenden Fahrern endgültig erledigt. Noch steckt die Technik hierfür allerdings in den Kinderschuhen und es wird noch einige Jahre brauchen, bis LKW wirklich allein über die Straßen fahren können. Bis dahin heißt es, mit den wenigen Fahrern möglichst ressourcenschonend umzugehen. Ausgaben in entsprechende Planungssysteme im LKW und im Büro rechnen sich, denn nur so klappt es mit der optimalen Planung.

Worauf beim Outsourcing zu achten ist

Manchmal ist es für ein Unternehmen nicht möglich, alle relevanten Tätigkeiten im eigenen Haus abzuwickeln. Dann sind Partner notwendig, die diese Aufgaben zuverlässig übernehmen. Um die richtigen Partner zu finden, sind einige Tipps zu beachten.

Müssen Tätigkeiten extern abgewickelt werden, sind starke Partner gefragt. Diese müssen verschiedene Kriterien erfüllen, um für eine langfristige Zusammenarbeit in Frage zu kommen. Jedes Unternehmen setzt hier andere Prioritäten.

Mit Nutzwertverfahren optimalen Partner finden

Die unterschiedlichsten Gründe können dazu führen, dass bestimmte Vorgänge in der Produktion ausgelagert werden müssen. Fehlende Kapazitäten oder keine entsprechende maschinelle Ausstattung können Ursachen sein. Oft führt auch eine plötzliche Veränderung der Auftragslage dazu, dass die nötige Flexibilität nur mit Hilfe zuverlässiger Partner gewährleistet werden kann.

Um einen passenden Partner für das Outsourcing zu finden, sollten alle relevanten Faktoren gelistet werden. Dies geschieht im sogenannten Nutzwertverfahren. Die zusammengestellten Faktoren erhalten eine entsprechende Gewichtung, um anschließend die am besten geeigneten Unternehmen aus der Liste herausfiltern zu können. Die Gewichtung wird so verteilt, dass sie den individuellen Anforderungen am besten gerecht wird. Dabei legt jedes Unternehmen eigene Prioritäten fest. Allerdings ist bei dem Nutzwertverfahren darauf zu achten, dass die prozentuale Gewichtung aller relevanten Faktoren 100 Prozent ergeben muss.

Der potenzielle Outsourcing-Partner muss sowohl starke inhaltliche als auch fachliche Parallelen aufweisen. Ein wichtiger Faktor ist der Preis. Hier muss das Kosten-/Nutzenverhältnis stimmen. Allerdings sollte dieser Aspekt niemals einziges Entscheidungskriterium sein. Um zu sehen, ob es wirklich passt, lohnt es sich, das potenzielle Partnerunternehmen vorab selbst zu besuchen und die örtlichen Gegebenheiten genau kennenzulernen. Auch die Unternehmensphilosophie sollte zu der des eigenen Unternehmens passen. Wer vorab eine konkrete Aufgabenbeschreibung erstellt, trägt dazu bei, eine genauere Kalkulation zu erhalten. Zu diesen Faktoren kommen auch ein gemeinsames Verständnis von Service und ein gleichermaßen hoher Qualitätsanspruch hinzu.

Wer sich für Outsourcing entscheidet, kann sich unabhängige Unterstützung suchen. Ein sogenanntes professionelles Changemanagement begleitet in dem Fall alle relevanten Prozesse und ist somit für beide Seiten hilfreich.