16. Juli 2022 / Redaktion / 0 Comments
Die Produktion ordentlich ankurbeln und dabei Fehlerquellen ausmerzen, das ist in etwa die Aufgabe des Process Minings. Doch auf die Details kommt es an. In Theorie und Praxis.
Der Begriff des Process Minings ist verhältnismäßig neu. Darunter wird eine spezielle Disziplin gefasst, die der Entdeckung, Kontrolle und Verbesserung unterschiedlicher Geschäftsprozesse dient. Dabei werden ständig Daten analysiert aus allen zur Verfügung stehenden Systemen. Diese nennen Experten Event logs. Das sind sozusagen Datenpunkte, die bei jeder Prozessausführung gespeichert werden. Das Ziel ist es, den Ablauf der Prozesse nicht nur zu überwachen, sondern sie durch die Analyse von Daten zu optimieren. Ein wichtiger Punkt im Ablauf einer Produktion und einer, dem neuerdings besondere Aufmerksamkeit zuteil wird.
Dynamisch und flexibel ans Ziel
Zu den Hauptaufgaben von Process Mining gehören die Erkennung eines Prozesses, die Konformitätsprüfung und abschließend eine Verbesserung des bestehenden Prozessmodells. Alles startet damit, Prozessmodelle zu erstellen, die auf den Event logs basieren und helfen, den Prozess zunächst zu erkennen. Anschließend müssen die laufenden Prozesse miteinander und mit dem gewünschten Vorhaben abgeglichen werden, dazu wird die Konformitätsprüfung vollzogen. Erst dann sind eventuelle Schwachpunkte erkennbar, die dann im letzten Schritt behoben werden: der Prozessmodellverbesserung. Überall gibt es Optimierungspotenzial, man muss es nur finden. Und das ist, dank Process Mining, überhaupt kein Problem mehr. Ähnlich wie die Arbeiter in einer Miene graben Computersysteme unermüdlich in den Daten und lotsen Fehler aus. Ist das geschafft, ist Raum für Verbesserungen. Diese müssen natürlich immer nach dem jeweiligen Ziel hin ausgerichtet sein. Und das ergibt sich aus den Anforderungen vor Ort. Nicht jede Produktion läuft nach den gleichen Schemen ab und das gilt für jeden einzelnen Bereich einer ganzen Kette von ineinanderverankerten Faktoren. Deshalb muss Process Mining auch flexibel und dynamisch bleiben. Die Anwendung sollte hier dem Profi überlassen werden, denn nur der kennt die Anforderungen und Kniffe der Technik.
2. Juli 2022 / Redaktion / 0 Comments
Ist von Lean Production die Rede, spielen Sparsamkeit und Effizienz eine wichtige Rolle. Die sogenannte Schlanke Produktion soll mit Hilfe wirksamer Umstrukturierungen bedeutend größere Gewinne erzielen können.
In fertigenden Betrieben spielen zahlreiche Faktoren zusammen, um maximale Leistungen zu erzielen. Durch Lean Production werden vor allem Verwaltungskosten minimiert. Gleichzeitig liegt der besondere Fokus auf der Optimierung der Produktionsabläufe, damit höhere Gewinne möglich werden.
Weniger Verwaltung, mehr Produktion
Werden alle Produktionsfaktoren so sparsam und zeitlich effizient wie möglich eingesetzt, ist in Fachkreisen die Rede von Lean Production. Die sogenannte Schlanke Produktion arbeitet darauf hin, so wenig wie möglich Verwaltungsaufwand zu haben, dafür aber deutlich höhere Produktionsergebnisse bei geringen Kosten zu erzielen. Im Idealfall werden die Produktionsergebnisse verdoppelt, während sich die Kosten halbieren.
Auf dem Weg zur Lean Production übernimmt das Lean Process Management die wichtige Aufgabe, fehlerhafte betriebliche Abläufe zu erkennen und neu zu gestalten. Es soll dafür sorgen, Verschwendungen aller Art zukünftig zu verhindern. Dazu zählen Überproduktionen ebenso wie fehlerhafte Fertigungen. Der gesamte Fertigungsablauf wird optimiert, um höchstmögliche Gewinne bei niedrigen Kosten zu erzielen. Dazu werden auch die Zulieferer nach einem strafferen Zeitplan organisiert und eine größere Flexibilität gewährleistet, wenn es um die Kundenbedürfnisse geht.
Das Prinzip der Lean Production existiert am westlichen Industriemarkt bereits seit den frühen 80er Jahren. Damals galt Automobilhersteller Toyota als großer Vorreiter. Bei dem Produktionsmodell werden alle vorhandenen Kapazitäten genutzt, überflüssige Lagerbestände abgebaut, die Durchlaufzeiten der Produkte verkürzt und gegebenenfalls die Produktionsabläufe reorganisiert. Gleichzeitig wird auch die Qualität der Produkte verbessert. Mit Hilfe regelmäßiger Qualitätskontrollen und dem sofortigen Erkennen von fehlerhaften Produkten und dementsprechend schnellem Handeln soll das Ziel erreicht werden.
Eine sehr geringe Lagerhaltung ist ein typisches Merkmal der Lean Production. Fehlervermeidung durch Qualitätskontrollen, Teamarbeit und Mitarbeiterengagement sind ebenfalls wichtige Merkmale der Lean Production. Dank der Maßnahmen soll die Ressourcenverschwendung verhindert werden. Gleichzeitig werden die Kosten reduziert und die Effizienz der Produktion erhöht.