21. März 2023 / Redaktion / 0 Comments
Im Qualitätsmanagement gibt es einige Zwischenschritte zu beachten, die zwischen der reinen Kontrolle und Sicherstellung von höchster Qualität und sonstigen Anforderungen an Kunden und Lieferanten liegen. Dieser Bereich ist der der Qualitätspolitik. Wer davon bislang noch nicht viel gehört hat, der sollte hier dringend mitlesen.
Unter Qualitätspolitik sind im Grunde alle Schritte gefasst, die notwendig sind, um dem Kunden die gewünschte Qualität zu bieten. Dabei geht es nicht darum, die Produktionsprozesse auch vor Ort durch hochtechnologische Anlagen umzusetzen, sondern diese Leistung zu kommunizieren. Der Produzent muss seine Ware richtig vermarkten, er bildet die Schnittstelle zwischen Zulieferern und Endkunden. Hier sollte ein freundlicher Umgangston ebenso dazu gehören wie Höflichkeit und Zuverlässigkeit.
Dem Erfolgsmarketing auf die Sprünge helfen
Gerade dann, wenn es irgendwo hackt, ist es nötig, dies angemessen zu kommunizieren. Das kann auch Entschuldigungen oder Wiedergutmachungen im Schadensfalle beinhalten. Alle diese Aktionen vom einfachen Kundentelefonat bis hin zu Preisverhandlungen gehören zum großen Handlungsspielraum der Qualitätspolitik. Und die gilt es zu erlernen mit allen Kniffen und Tricks, die dazugehören. Das oberste Ziel muss es sein, das eigene Unternehmen jederzeit in ein gutes Licht zu rücken, denn nur so funktioniert Erfolgsmarketing.
Qualitätspolitik muss allumfassend funktionieren
Die Möglichkeiten hierzu reichen von einer persönlichen Ansprache über gezielte Werbung im Internet bis hin zu regelmäßigen Team-Meetings, damit die Mitarbeiter auch hier an einem Strang ziehen. Sie sollen nicht nur zufrieden sein und die Chance haben, Probleme offen anzusprechen, um gemeinsam mit der Geschäftsleitung an Lösungen zu arbeiten, die sollen auch wissen wie mit den Kunden umzugehen ist. Richtig gute Ware zu haben reicht heute allein nicht mehr aus, es braucht zum Erfolg einfach mehr. Mehr Qualität in allen Richtungen. Und die können die Mitarbeiter gemeinsam umsetzen, nicht nur der Vorgesetzte allein. Alle müssen verstehen was es heißt, Qualität zu zeigen. Nicht nur am Fließband, sondern auch zwischenmenschlich.
4. März 2023 / Redaktion / 0 Comments
Da sich die Anforderungen an Neuentwicklungen im Automobilbau ständig verändern, muss sich die Qualitätssicherung immer wieder neuen Herausforderungen stellen. Dabei eröffnet Augmented Reality völlig neue Möglichkeiten.
Neuartige Anwendungen verbessern das Qualitätsmanagement in der Automobilbranche. Die Forscher des Fraunhofer-Instituts für Graphische Datenverarbeitung haben sich mit Augmented Reality auseinandergesetzt und interessante Technologien für die Qualitätssicherung der Branche entwickelt.
Augmented Reality im Automobilbau
Das Fraunhofer-Institut für Graphische Datenverarbeitung hat sich intensiv mit der Entwicklung eines vollautomatischen Systems zur optischen Qualitätssicherung beschäftigt. Ziel war es, ein System zu entwickeln, das sich auf einfache Weise in den Fertigungsprozess einfügen lässt und gleichzeitig eine enorme Flexibilität mitbringt und unkompliziert an unterschiedlichste Konfigurationen angepasst werden kann. Dabei sollte die Produktivität der Fertigungsstrecke auf keinen Fall eingeschränkt werden. Die Wissenschaftler nutzten Augmented Reality, um diese Ziele umzusetzen.
Es entstand ein komplexes System, das speziell auf die Automobilbranche mit ihren unzähligen Konfigurationsmöglichkeiten zugeschnitten ist. Die Umstellung an neue Anforderungen erfolgt über die CAD-Modelle, auf deren Basis die Prüfung erfolgt.
Aufbau des Prüfsystems
Mehrere Kameras werden an einer Prüflinie fest installiert. Alle werden ständig miteinander synchronisiert. Dieser Bereich wird als Kameraarray bezeichnet. Die Produktionssteuerung übermittelt die relevanten Informationen zur folgenden Produktkonfiguration an das Qualitätskontrollsystem. Mit dem entsprechenden CAD-Modell liegen die Referenzdaten vor. An der Fertigungsstrecke erfassen die installierten Kameras die Daten der Prüfteile. Dabei liegen die Schwerpunkte auf Ausrichtung und Position der Teile.
Dank der Technologie des Fraunhofer-Instituts ist es nun möglich, genau zu überprüfen, ob die Positionierung der Teile der des CAD-Modells entspricht und ob alle nötigen Bauteile vorhanden sind. Der entwickelte Algorithmus vergleicht außerdem alle Kamerabilder mit dem vorliegenden CAD-Datensatz. Sobald Abweichungen erkennbar sind, wird die Fertigung gestoppt, um die nötigen Eingriffe vornehmen zu können. Das System punktet mit besonderer Genauigkeit und einer enormen Schnelligkeit.
Auch das Erkennen von fehlerhaften oder deformierten Bauteilen wurde bei der Entwicklung des AR-Systems berücksichtigt. Dazu werden an der Fertigungsstrecke 3D-Stereokameras in den Kamerabereich eingebunden.