Künstliche Intelligenz und Qualitätssicherung

Künstliche Intelligenz ist in aller Munde. Auch die Qualitätssicherung profitiert bereits von der KI. Zukünftig könnte sie weitere Bereiche übernehmen und optimieren. Die enormen Datenmengen, die während der Produktion durch die Prüfprozesse entstehen, erfordern neuartige Tools zur genauen und effizienten Analyse.

Das Qualitätsmanagement der fertigenden Industrie steht immer wieder vor neuen Herausforderungen. Dank weiter fortschreitender Automatisierung der Prüfprozesse werden immer genauere Ergebnisse erzielt, die längst nicht mehr manuell ausgewertet werden können.

KI in der Qualitätssicherung

Durch den kontinuierlichen Ausbau der Digitalisierung und die ständige Erweiterung der Sensorik innerhalb der Produktionsabläufe ist das Qualitätsmanagement in der Lage, mehr Daten zu erfassen. Diese riesigen Datenmengen stellen die Qualitätssicherung vor neue Herausforderungen, eröffnen aber gleichzeitig sehr interessante Möglichkeiten. Da inzwischen viel genauere Daten zu den Prüfstücken erhoben werden, kann bei geringsten Abweichungen sofort reagiert werden. Dies hat zur Folge, dass die Qualität der Teile kontinuierlich hoch bleibt.

Um die riesigen Datenmengen verarbeiten und entsprechend nutzen zu können, sind neue Technologien im Einsatz. Mit Hilfe Künstlicher Intelligenz werden die Daten analysiert und aufbereitet. Diese Datenanalyse erfolgt idealerweise inline mit Hilfe besonderer Analysewerkzeuge.

Herkömmliche Mess- und Analysemethoden vs. KI

Bislang war es so, dass die Mess- und Analysemethoden einzelne Datenreihen ausgewertet und bei Über- oder Unterschreiten der definierten Toleranzgrenzen reagiert haben. Mit Hilfe von Künstlicher Intelligenz ist es inzwischen möglich, multivariate Analysen durchzuführen. Das heißt, die KI untersucht zahlreiche, hochfrequente Zeitreihen zugleich. Die KI wertet auch Unstimmigkeiten zwischen einzelnen Messreihen aus und bietet den Nutzern außerdem eine Auflistung möglicher Ursachen für die Abweichungen.

Großer Vorteil ist hierbei, dass der Produktionsprozess innerhalb kürzester Zeit modifiziert werden kann. Sobald die KI Abweichungen feststellt und die möglichen Ursachen benannt hat, wird die Fehlersuche an der Fertigungsstrecke um einiges verkürzt. Dadurch wird effizienter und kostengünstiger produziert. Das Qualitätslevel steigt.

Für diese Art der Analyse werden vor allem Open-Source-Technologien genutzt. Besonders haben sich auf diesem Gebiet Systeme wie Python, Kafka und Spark hervorgetan. Diese lassen sich bequem den individuellen Anforderungen anpassen.

Qualitätszertifizierung sorgt für feste Normen

In der Qualitätssicherung ist es notwendig, immer wieder neue Standards festzulegen, anhand derer die Sicherung arbeiten kann. Dabei kommt es natürlich in unterschiedlichen Sparten auf verschiedene Kernpunkte an. Da fällt es mitunter schwer, den Überblick zu behalten. Die Qualitätszertifizierung sorgt hierbei für feste Normen.

Eine Qualitätszertifizierung kann nur dann stattfinden, wenn ausgewiesene Zertifizierungsstellen anhand von festgelegten Klassifizierungen ihre Einordnungen vornehmen können. In Deutschland sind diese Normen vielfältig und umfassen eine übersichtliche Bandbreite, je nachdem um welches Qualitätsmerkmal es in welchem Fertigungsbetrieb gehen mag. So beziehen sich diese zum Beispiel auf medizinische Produkte ebenso wie auf Baumaterialien und vieles mehr.

Welchen Nutzen Zertifizierungsstudien haben

Je nachdem, um was es sich handelt gilt es also, die Din-Normen herauszufinden und darauf die eigene Qualitätssicherung im Betrieb auszurichten. Wer keine entsprechende Norm findet der kann davon ausgehen, dass es bislang unter Umständen noch gar keine gibt. In diesen Fällen macht es Sinn, eine entsprechende Qualitätszertifizierung durchzuführen. Dafür zuständig sind akkreditierte Zertifizierungsstellen. Diese ermitteln den Status des Unternehmens, legen Regeln und Standards fest und überprüfen, ob diese auch eingehalten werden. Die Grundlage für ihre Arbeit erhalten die Stellen von Zertifizierungsstudien. Diese sind national und international zu einer echten Notwendigkeit geworden, denn nur so lassen sich Managementstandards wirklich überprüfen und einhalten. Und das weltweit.

Vom Standard zum Besonderen bei der Qualitätszertifizierung

Fast alle großen Unternehmen richten sich dabei nach dem anerkannten ISO 9001-Standard. Dieser gilt für die unterschiedlichsten Branchen als Grundlage. Darauf aufbauend können sie weitere Qualitätszertifizierungen erhalten, wenn sie sich denn nach den daraus resultierenden Standards in Sachen Qualität orientieren und diese akribisch genau einhalten. Welche das im Einzelnen sind lässt sich an den offiziellen Stellen bei Bedarf nachlesen oder als Handout einreichen.