BMW plant neuen Campus für additive Fertigung
10 Millionen Euro will der Autokonzern BMW in seinen „Additive Manufacturing Campus“ investieren. Der soll bereits Anfang 2019 fertiggestellt sein und es ermöglichen, neue Technologien der additiven Fertigung voranzutreiben.
Die BMW Group verfolgt ehrgeizige Ziele, um ihre Spitzenposition auf dem Automarkt weiter auszubauen. Am neuen „Additive Manufacturing Campus“ wird es künftig darum gehen, neue Technologien zu erproben und zwar im praktischen 3D-Druckverfahren. So lassen sich nicht nur präzise, sondern auch kostengünstig Probeteile fertigen, die später in der Produktion zum Einsatz kommen sollen. Dafür gehen die Experten zweigleisig ans Werk und nutzen die Technologie sowohl zur Fertigung von Produktteilen aus Kunststoff als auch aus Metall. Auf diese Weise soll es günstig aus dem Drucker möglich sein, auch Teile für kleine Stückzahlen oder einmalige Fertigungsanforderungen zu entwerfen, die den kompletten Prozess dadurch ein ganzes Stück voran bringen. Der Schwerpunkt liegt dabei auf der Fertigung von Prototypen, sowohl für individualisierte Einzelteile, als auch für die Serienproduktion.
Eine Investition in die Zukunft
Gleich 6.000 Quadratmeter Grundfläche plant man bei BMW für den neuen Campus ein. Etwa 80 Mitarbeiter sollen dann künftig ihren neuen Arbeitsplatz übernehmen. Dann werden rund 30 Metall- und Kunststoffanlagen zur Verfügung stehen, um auch wirklich alle Bereiche effizient abdecken zu können und keine Produktionsengpässe entstehen zu lassen. Die Verantwortlichen sehen in ihrer neuen Investition großes Potenzial, insbesondere für die Serienproduktion. Ergänzen wird das Ganze das Programm MINI Yours Customised, mittels dem Kunden ganz eigene Wünsche an ihr neues Auto stellen dürfen, zum Beispiel zum Design der Dekorleisten am Armaturenbrett.
Schon jetzt zahlen sich neu entwickelte Prototypen aus, die dann für den Fahrzeugbau bereitstehen und für mehr Qualität sorgen. Wenn das Ganze nun bald direkt aus dem eigenen Haus gefertigt werden kann, müsste dieser Bereich nicht mehr geoutsourced werden. Das spart Kosten ein und senkt außerdem das Risiko, dass Innovationen und Ideen nach Außen dringen und BMW seine stolze Pionierrolle kosten könnten.