Immer wieder Rückrufaktionen der Fahrzeughersteller notwendig – Bedeutung des Qualitätsmanagements wächst
Lassen sich Rückrufaktionen wie bei verschiedenen Jeeps oder bei Nissan und BMW durch ein verändertes Qualitätsmanagement vermeiden? Die Bedeutung der Qualitätskontrolle wächst und wächst.
Rückrufaktionen der Fahrzeughersteller scheinen mittlerweile üblich zu sein. Immer wieder kommt es dazu, dass bestimmte Bauteile von Zuliefererbetrieben nicht die erforderlichen Standards erfüllen und zu einem enormen Sicherheitsrisiko für Fahrer und Insassen werden. Umso wichtiger wird die umfassende Qualitätskontrolle, die vor allem auch die Zulieferer mit einbeziehen sollten.
Rückrufaktion bei Jeep
Insgesamt 699 Fahrzeugbesitzer eines Jeep Renegade sind in Deutschland aufgefordert, ihre Fahrzeuge einer Kontrolle zu unterziehen. Es bestehe die Möglichkeit, dass diese mit einem fehlerhaften Rücksitzgurtschloss bestückt worden seien. Dieses könnte sich während der Fahrt öffnen und zu einem großen Sicherheitsrisiko für die Insassen im Rückraum des Fahrzeugs werden. Da es sich nur um einen kleinen Mangel handelt, ist dieser Defekt auch innerhalb von einer halben Stunde behoben.
Auch Fahrzeughalter eines Jeep Cherokee könnten von einer Rückrufaktion betroffen sein. In einigen Fahrzeugen seien die Kabelbäume fehlerhaft montiert worden. Dies wiederum könnte zu größerem Verschleiß führen, was zu einem Sicherheitsrisiko werden könnte. Die Reparaturdauer soll bei bis zu zwei Stunden liegen. Dieser Montagefehler betrifft hierzulande aber nur zwei Fahrzeughalter. Weltweit sind wohl 165 Cherokee-Besitzer betroffen.
Auch Nissan und BMW rufen zurück
Zulieferer Bosch hat bei Nissan und BMW ebenfalls eine Rückrufaktion ausgelöst. Die Benzinpumpen des Herstellers hatten für Probleme in den Fahrzeugen gesorgt und müssen nun ausgetauscht werden. Insgesamt 94.000 Fahrzeuge sind von dieser Rückrufaktion betroffen. Dabei kommt BMW noch relativ glimpflich davon. Denn nur 18.000 der betroffenen Fahrzeuge sind BMW-Modelle. Ganze 76.000 Fahrzeuge der Marke Nissan müssen aufgrund der fehlerhaften Benzinpumpe zurückgerufen werden.
Hierzulande können die BMW- und Nissan-Besitzer aber aufatmen. Denn diese Rückrufaktion betrifft ausschließlich den US-amerikanischen Markt. Bei Bosch geht man inzwischen den Ursachen auf den Grund, um zukünftig Defekte dieser Art bereits im Vorfeld zu vermeiden.
Durch die ständigen Rückrufaktionen der verschiedenen Automobilhersteller wird deutlich, wie wichtig eine umfassende Qualitätskontrolle gerade in diesem Segment ist.
Quellen: www.autoservicepraxis.de, www.automobil-produktion.de