Optische Messsysteme auf dem Vormarsch
Die Zeichen für die Automobilbranche stehen auf technischen Fortschritt und das vordergründig nicht nur bei der Produktion, sondern in der Qualitätssicherung. Bislang verließen sich die Autobauer hier auf taktile Systeme, allerdings laufen neue optische Messzellen diesen langsam den Rang ab.
Mithilfe der optischen Messtechnologie lassen sich sowohl ausgesuchte Bauteile, als auch ganze Karossen messen und in der Qualität bewerten. Das geht effizienter und auch schneller, als dies bislang mit vergleichbaren taktilen Messsystemen möglich war. So liegt die Messdauer nur noch bei etwa 50 Prozent gegenüber den vorherigen Messtechniken, rechnet Eduard Obst, Leiter Geometrische Analyse, Messtechnik und Cubing Gesamtfahrzeug bei BMW vor.
In den dynamischen Bereichen können die neuartigen Messsysteme Frequenzen bis zu 1.000 Hz erreichen. Ergebnisse, die taktile Systeme nicht schaffen. Alle Messergebnisse werden zudem durch bunte Bilder dargestellt, dadurch können selbst Ungeübte schnell Fehler erkennen und für deren Beseitigung sorgen, sind sich Experten sicher.
Optische Messsysteme sind vielfach einsetzbar
Kein Wunder also, dass Automobilhersteller immer mehr umstellen und sich den optischen Systemen zuwenden. Bei BMW-Konkurrent Volkswagen beispielsweise bedient man sich gleich mehrerer unterschiedlicher Systeme. Neben mobilen Streifenlichtsensoren kommen hier auch Laserlichtscanner an praktischen Gelenkarmen zum Einsatz. Einsatzgebiete sind vom Start der Fertigung an den einzelnen Linien bis zum Bypass einfach alle Stationen. Ziel der neuen Computertechnik ist es, künftig noch mehr Fehlerquellen beseitigen zu können und Einbußen bei der Qualität möglichst weit herabzustufen. Das macht die Autos noch sicherer, die Verarbeitung noch hochwertiger und letztendlich die Marke noch besser. Die Automotivindustrie scheint also gut beraten hier weiter zu investieren und sich an der Entwicklung neuer Modelle optischer Messsysteme zu beteiligen.