Automatisierte Qualitätssicherung in der Automobilindustrie

Die Beliebtheit von Elektrofahrzeugen wächst geradezu rasant. Umso wichtiger sind neue Methoden der Qualitätssicherung, die die steigenden Produktionszahlen sicher überwachen. Automatisierte Abläufe müssen direkt an den Fertigungsstrecken integriert werden.

Der Markt für Elektrofahrzeuge boomt geradezu. Dies stellt das Qualitätsmanagement vor neue Herausforderungen. Mit Hilfe neuer Methoden soll die Fertigung automatisch überwacht werden. Diese sind so leistungsstark, dass sie einem erhöhten Produktionsaufkommen gerecht werden.

Neue Herausforderungen an das Qualitätsmanagement

Mit der steigenden Nachfrage nach Elektrofahrzeugen stehen auch Veränderungen an den Fertigungsstrecken an. Denn der höhere Durchsatz muss genau überwacht und kontrolliert werden, was nur mit Hilfe automatisierter Qualitätssicherungsprozesse möglich ist. Bei herkömmlichen Fahrzeugen steht die Fertigung mechanischer Teile im Mittelpunkt. Bei Elektrofahrzeugen sieht das ganz anders aus. Hier sind zahlreiche hochkomplizierte elektromechanische Geräte integriert.

Um eine gleichbleibend hohe Qualität trotz größerem Produktionsdurchsatz zu gewährleisten, setzen immer mehr Hersteller auf automatisierte Qualitätssicherungssysteme. Der größte Hemmschuh sind derzeit der Fachkräftemangel und ineffiziente Qualitätssicherungsmethoden. Da die EV-Teile meist nicht nachbearbeitet werden können, haben nicht sofort erkannte Fehler schwere Auswirkungen auf die weitere Produktion.

Creaform hat eine 3D-Scanning-Lösung entwickelt, die die Qualitätssicherung in der Automobilindustrie automatisch abwickeln und damit auch für höhere Fertigungsdurchsätze sorgen könnte. Der MetraSCAN 3D-R lässt sich auf einfache Weise in die Fertigungsstrecke implementieren. Das Gerät zeichnet sich durch eine besonders hohe Produktivität aus. Es arbeitet unabhängig von Oberflächenbeschichtungen, Größe und Formen. In Kombination mit der Software von Creaform ist das Gerät multitaskingfähig. Datenanalyse und –erfassung werden gleichzeitig durchgeführt, wodurch der Durchsatz gesteigert werden kann. Dank integrierter automatischer Kalibrierung ist auch bei Geschwindigkeitsveränderungen keinerlei Anpassung notwendig.

DIN EN ISO 9001 – Basis für eine effektive Qualitätssicherung

Die DIN EN ISO 9001 gehört zu den wichtigsten Qualitätsmanagementnormen, die innerhalb der Industrie angewendet werden.

Die Qualitätsmanagementnorm DIN EN ISO 9001 gehört wohl zu den am häufigsten geforderten Normen, sie legt die Mindestanforderungen an ein Qualitätsmanagementsystem fest. Und sie ist besonders in der Qualitätssicherung von Bedeutung, da die Qualitätsnormen sicherstellen sollen, dass die Produkte den Kundenbedürfnissen ebenso genügen, wie behördlichen Anforderungen.

Prozessorientierter Ansatz

EN ISO 9001 fördert einen prozessorientierten Ansatz, der zu laufenden Verbesserungen des Endprodukt führen soll. Ebenso wie ein verstärkter risikobasierte Ansatz forciert wurde. Dabei brachte diese Norm auch einige Erleichterungen für die Unternehmen mit, so muss etwa kein formales QM-Handbuch geführt werden, wenn die Dokumentation auf andere Weise sichergestellt ist.

Die aktuelle Norm lautet DIN EN ISO 9001:2015-09. Bei der Überarbeitung im Jahre 2015 gab es allerdings nur minimale Anpassungen an der ursprünglichen Version. Oft handelte es sich um eine andere Wortwahl, um Aspekte klar zu stellen.

Grundlage für Norm der Automobilindustrie

Als Qualitätsmanagementnorm bildet sie allerdings auch die Grundlage für die Norm IATF 16949 und kommt in der europäischen und nordamerikanischen Autoindustrie zum Einsatz. Sie wurde von den IATF Mitgliedsunternehmen (Daimler, BMW, Chrysler, Fiat, General Motors, Ford, PSA, VW und Peugot) gemeinsam entwickelt und beschloss, und außerdem von gut 30 % aller weiteren Automobilhersteller als verbindlich übernommen. Wobei sich diese Normierung gerade in den Anfängen als kompliziert erwies, wollte man die Norm doch möglichst breit gefächert gestalten, also z.B. inklusive statistischer Anforderungen. Dabei erwiesen sich allerdings die gesetzlichen Rahmenbedingungen in manchen der Produktionsländer als zu speziell, um alles auf einen Nenner bringen zu können.

Drive Sustainability: Mehr Nachhaltigkeit in der Automobilindustrie

Bei der Drive Sustainability Initiative geht es darum, eine Nachhaltigkeits-Partnerschaft einzugehen zwischen unterschiedlichen Automobilbauern und damit Schwachstellen aufzudecken, die sowohl ökologischem, arbeitsrechtlichem oder ethischem Ursprung sein können. Ob das klappt, bleibt abzuwarten.

Zehn führende Automobilhersteller weltweit haben sich zu einem einzigartigen Projekt zusammengefunden, der so genannten Drive Sustainability Initiative. Im Vordergrund dieser Initiative steht das Thema Nachhaltigkeit und das auf allen Ebenen. So möchte man arbeitsrechtliche Schwachstellen aufdecken, die Beschaffung von Materialien und Rohstoffen verbessern und ethische Gesichtspunkte dabei nicht aus den Augen verlieren. Seit fünf Jahren bereits läuft die Planung des Projekts, welches 2018 endlich realisiert und durchgeführt werden soll. Der Schwerpunkt liegt in der Automobilzulieferkette.

Denn gerade hier bedarf es gemeinsamen Nachhaltigkeitsstandards für den gesamten Beschaffungsprozess der ökologischen Grundsätzen gehorcht und deshalb nicht nur effizient, sondern auch Umwelt bewusst sein sollte. Speziell in der Automobilindustrie ist es längst keine Selbstverständlichkeit, die Rohstoffbeschaffung anhand solcher Umwelt-Kriterien zu bewerten. Stattdessen geht es in der Regel mehr um das Thema Nutzbarkeit und natürlich auch um die Kostenkontrolle im gesamten Herstellungsprozess.

Mit Vollgas zur besseren Rohstoffkontrolle

Umso wichtiger ist jetzt der Durchbruch in diesem Segment der auch beinhaltet, die Rohstoffe hinsichtlich ihres Risikos zu bewerten und einzuschätzen. Um das zu gewährleisten haben sich die Unternehmen ein spezialisiertes Beratungsunternehmen gesucht. Das nennt sich Dragonfly Initiative und hat seinen Sitz in Großbritannien. Hier bewertet man alle Rohstoffe vor dem Hintergrund der Nachhaltigkeit, prüft kürzere Beschaffungswege und besserer Einbaukonditionen. Insgesamt also ein Projekt, das viele Befürworter gewinnen konnte und hoffentlich lange bestehen bleibt.

Die derzeitigen Projektinitiatoren sind:

  • BMW Group
  • Ford
  • Daimler
  • Toyota Motor Europe
  • Volvo Cars und Volvo Group
  • Honda
  • Scania CV
  • Volkswagen
  • Jaguar Land Rover

Automobilindustrie erschließt neuen Markt

Für die Automobilindustrie gibt es derzeit Grund zum Feiern. Laut Informationen der Automobilwoche hat sie sich neue Märkte im Iran erschlossen. Möglich ist das erst seit Beginn diesen Jahres, durch eine Aufhebung von Sanktionen im Land. Nun ist der Weg frei, neue Umsätze zu generieren und ordentlich zu investieren. Potenzial ist schließlich vorhanden.

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