Qualitätsziele als Basis für Unternehmenserfolg

Die Qualitäts- und Unternehmensziele stellen einen wichtigen Bestandteil des Qualitätsmanagements dar. Sie sind eng verbunden mit der Firmenphilosophie formuliert und entsprechend dokumentiert.

Jedes Unternehmen folgt einer eigenen Philosophie. Gleichzeitig hat es sich feste Unternehmensziele gesetzt. Das Qualitätsmanagement ist die Basis dafür, diese definierten Ziele konsequent zu erreichen.

Klare Dokumentation aller Qualitäts- und Unternehmensziele

Beide Ziele sind wichtige Bestandteile des Qualitätsmanagements. Jedes Unternehmen verfolgt eine bestimmte Qualitätspolitik, die sie in Textform klar und deutlich kommuniziert. Die Unternehmensziele sind als Bindeglied zwischen diesen Formulierungen und den tatsächlichen Kennzahlen des Betriebes zu betrachten. Eine genaue Dokumentation dieser Unternehmensziele sollte in jedem Unternehmen erfolgen. In einigen Bereichen gibt es sogar gesetzliche Bestimmungen, die eine schriftliche Dokumentation verlangen.

Für die Definition der Unternehmens- und Qualitätsziele bietet sich die sogenannte SMART-Methode an. Mit Hilfe dieser Methode werden die Ziele der genauen Übersetzung zufolge spezifisch, messbar, ansprechend, realistisch und terminiert dargestellt. Dies geschieht auf mehreren Ebenen, um eine ganzheitliche Einschätzung zu ermöglichen.

Formulierungen nach DIN EN ISO 9001

Nach DIN EN ISO 9001 sollte die Qualitätspolitik eines Unternehmens so dargestellt werden, dass eine genaue Feststellung und Bewertung der Qualitätsziele jederzeit möglich ist. Schwammige Formulierungen bieten keinerlei Möglichkeiten, um den aktuellen Stand der Umsetzung überprüfen zu können.

Zu den Vorgaben innerhalb der genannten Vorschrift gehört auch eine kongruente Darstellung zur Qualitätspolitik. Außerdem sollte daraus hervorgehen, dass die Qualitätsziele jederzeit messbar sind, um entsprechende Maßnahmen zu treffen. Natürlich zählen auch Faktoren wie Kundenzufriedenheit und die kontinuierliche Überwachung und Aktualisierung der Qualitätsziele zu den Vorgaben der DIN EN ISO 9001. Um die Qualitätsziele genau überwachen zu können, sollte eine Kennzahl mit konkreten Ist- und Soll-Werten definiert werden. Auf diese Weise ist eine Überwachung mit genauen und greifbaren Ergebnissen möglich.

Auch entsprechende Handlungsschritte, die bei bestimmten Überwachungsergebnissen notwendig werden, sollten klar formuliert werden.

DIN EN ISO 9001 – Basis für eine effektive Qualitätssicherung

Die DIN EN ISO 9001 gehört zu den wichtigsten Qualitätsmanagementnormen, die innerhalb der Industrie angewendet werden.

Die Qualitätsmanagementnorm DIN EN ISO 9001 gehört wohl zu den am häufigsten geforderten Normen, sie legt die Mindestanforderungen an ein Qualitätsmanagementsystem fest. Und sie ist besonders in der Qualitätssicherung von Bedeutung, da die Qualitätsnormen sicherstellen sollen, dass die Produkte den Kundenbedürfnissen ebenso genügen, wie behördlichen Anforderungen.

Prozessorientierter Ansatz

EN ISO 9001 fördert einen prozessorientierten Ansatz, der zu laufenden Verbesserungen des Endprodukt führen soll. Ebenso wie ein verstärkter risikobasierte Ansatz forciert wurde. Dabei brachte diese Norm auch einige Erleichterungen für die Unternehmen mit, so muss etwa kein formales QM-Handbuch geführt werden, wenn die Dokumentation auf andere Weise sichergestellt ist.

Die aktuelle Norm lautet DIN EN ISO 9001:2015-09. Bei der Überarbeitung im Jahre 2015 gab es allerdings nur minimale Anpassungen an der ursprünglichen Version. Oft handelte es sich um eine andere Wortwahl, um Aspekte klar zu stellen.

Grundlage für Norm der Automobilindustrie

Als Qualitätsmanagementnorm bildet sie allerdings auch die Grundlage für die Norm IATF 16949 und kommt in der europäischen und nordamerikanischen Autoindustrie zum Einsatz. Sie wurde von den IATF Mitgliedsunternehmen (Daimler, BMW, Chrysler, Fiat, General Motors, Ford, PSA, VW und Peugot) gemeinsam entwickelt und beschloss, und außerdem von gut 30 % aller weiteren Automobilhersteller als verbindlich übernommen. Wobei sich diese Normierung gerade in den Anfängen als kompliziert erwies, wollte man die Norm doch möglichst breit gefächert gestalten, also z.B. inklusive statistischer Anforderungen. Dabei erwiesen sich allerdings die gesetzlichen Rahmenbedingungen in manchen der Produktionsländer als zu speziell, um alles auf einen Nenner bringen zu können.