Teilereinigung ist Detailreinigung (1) – Es ist irgendwie kompliziert

Gleichgültig um welches Produkt es sich heutzutage handelt, bis es beim Kunden ankommt, sind eine Vielzahl von Prozessschritten notwendig. Viele dieser Schritte fallen am Ende gar nicht auf, auch wenn sie für Funktion oder Sicherheit der Produkte von großer Bedeutung sind. Wahrscheinlich gehört der Bereich Teilereinigung zu den Klassikern dieser oft vergessenen Prozesse. Dabei kann auch eine kleine übersehene Verschmutzung später den Gesamtprozess behindern oder gar zum Erliegen bringen. Auf jeden Fall aber verteuern.

Die industrielle Telereinigung ist eben nicht einfach Putzen, sondern längst ein hochkomplexer Vorgang geworden. Das klassische Lösungsmittel zur Reinigung versagt etwa schon bei im Fertigungsprozess eingesetzten Ölen oder Fetten. Außerdem hinterlassen Lösungsmittel übrigens selbst Rückstände. Andere Mittel können durch eine chemische Reaktion Korrosion verursachen und das Bauteil im µm-Bereich beschädigen.  Und nicht einmal modernste Techniken wie etwa die Ultraschallreinigung sind ganz ohne einen kleinen Hacken zu haben.

Es mag zwar oft nur um Mikrometer oder gar weniger gehen, dennoch spielt natürlich auch hier der Kostenfaktor eine große Rolle. Wer am Ende ein perfektes Produkt auf den Markt bringen will, für den ist ein eingetrockneter Ölfleck auf einer Beschichtung nicht tolerierbar. Einfach Abkratzen ist da keine Lösung, denn das würde auch die Beschichtung in Mitleidenschaft ziehen. Wer unter diesen Umständen keinen Ausschuss produzieren will, muss schon auf die neuesten Entwicklungen der Qualitätssicherung durch Teilereinigung zurückgreifen. Denn Verschmutzungen lauern in der Produktionskette überall, es sei denn man produziert gleich in Reinraumatmosphäre. Doch das ist bekanntlich auch nicht billig.

Im Prozessablauf steht die Teilereinigung übrigens gefühlt am Ende, dazu mehr im zweiten Teil unserer kleinen Serie.

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